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Ungarische Druckgießerei senkt Energieverbrauch um 28%

mit OEM-Neuzustellung von StrikoWestofen

FÉMALK Zrt. mit Sitz in Ungarn beliefert seit fast 30 Jahren die Automobilindustrie weltweit mit hochwertigen Aluminiumgussteilen.

Da FÉMALK für die Herstellung von Teilen wie Motor- und Getriebeaufhängungen, Fahrwerkskomponenten, Elektronikabdeckungen, Scheinwerfer- und Thermostatgehäusen bis zu 4.000 Tonnen Aluminium pro Monat aufschmilzt, muss das Unternehmen seine Schmelz- und Dosieröfen mit hoher Energieeffizienz betreiben. Auch nach langjährigem Einsatz.

 

Um herauszufinden, wo Einsparungen und Nachhaltigkeitsgewinne durch Modernisierungsmöglichkeiten erzielt werden könnten, wandte sich die ungarische Druckgießerei über den lokalen Vertreter PRACTILUB Professional Zrt. an den langjährigen Lieferanten StrikoWestofen, um den Zustand der Ofenanlagen überprüfen zu lassen und entsprechende Möglichkeiten zu ermitteln.

 

Schmelzofen: Erwartungen zu Energieeinsparungen übertroffen

 

FÉMALK bat StrikoWestofen, sich zunächst einen 12 Jahre alten StrikoMelter-Schachtschmelzofen anzusehen, der einer Neuzustellung bedarf.

 

Der StrikoMelter ist energieeffizient konstruiert, da heiße Abgase aus dem Schmelzprozess genutzt werden, um das Schmelzgut im EtaMax-Schacht vor dem eigentlichen Schmelzprozess vorzuwärmen – ideal für die Nachhaltigkeitsziele der Druckgießerei.

 

Aber wie bei jedem Schmelzofen machen mechanische und thermische Belastungen, die durch Temperaturabweichungen, Beschickungsgut und Krätze verursacht werden, die feuerfeste Neuzustellung zu einem unvermeidlichen und notwendigen Prozess, um die Ofenlebensdauer zu maximieren, die Schmelzleistung zu optimieren und schadensbedingte Energieverluste zu vermeiden. 

 

Anhand von Leistungstests, die in Zusammenarbeit mit FÉMALK vor der Neuzustellung durchgeführt wurden, stellte StrikoWestofen fest, dass mit einer vollständigen Neuzustellung der Ofenschmelzkammer und einer kosmetischen Teilreparatur der Warmhaltekammer Energieeinsparungen von 22% erzielt werden könnten. Darüber hinaus wurden weitere Energiesparmaßnahmen wie die Optimierung des Schmelzprozesses durchgeführt.

 

Der StrikoMelter wurde in weniger als 4 Wochen ausgebaut, neu zugestellt, wieder eingebaut und unter Vollastbedingungen getestet. Die Ergebnisse zeigten, dass der Energieverbrauch pro Tonne geschmolzenen Aluminiums um 28% gesenkt wurde – deutlich über dem gesetzten Ziel.

 

Bence Gölöncsèr von FÉMALK meint dazu: „StrikoWestofen war von Anfang bis Ende sehr transparent und arbeitete partnerschaftlich mit uns zusammen, um echte Leistungsdaten – vor und nach der Neuzustellung – zu erhalten, Ziele festzulegen und zu messen. Wir wussten, dass die Schätzungen der Einsparungen auf einer Mischung von Massel-/Rücklaufmaterial im Verhältnis 50:50 basierten. Aufgrund der Betriebsanforderungen wurden die Tests nach der Aufarbeitung jedoch mit Masselmaterial durchgeführt, das etwa 91% des Beschickungsguts ausmachte. Die Beschickung mit größeren Mengen „neuer“ Aluminiumbarren verbraucht mehr Energie und hätte zu einer geringeren prozentualen Verbesserung führen müssen. Daher waren wir sehr beeindruckt, dass die Einsparungen über dem festgelegten Ziel lagen. Wir sind begeistert von den Ergebnissen und der Schnelligkeit, mit der dieses Projekt durchgeführt wurde."

Dosierofen: zwei Westomat-Neuzustellungen in zwei Wochen

 

Im Zusammenhang mit der Überprüfung der Energieeffizienz der Anlagen von FÉMALK hat StrikoWestofen auch zwei Westomat-Dosieröfen saniert. Durch die Neuzustellung von Dosieröfen mit OEM-Teilen anstelle von Alternativen von Drittanbietern konnte der Energieverbrauch nachweislich um bis zu 50 % gesenkt werden – ein Vorteil, den FÉMALK nutzen wollte.

 

StrikoWestofen hat einen Neuzustellungsservice für Dosieröfen entwickelt, der hochwertige feuerfeste Fertigteile einsetzt. Neben der Verbesserung der Dämmung und damit des Energieverbrauchs ermöglicht diese Vorgehensweise auch eine deutlich schnellere Neuzustellung. Denn die feuerfesten Fertigteile werden vorgesintert angeliefert und beschleunigen so den Aufheizprozess nach Abschluss der Ofenarbeiten.

 

Holger Stephan von StrikoWestofen sagt dazu: „Wir haben die Neuzustellungsarbeiten am Westomat in weniger als 2 Wochen abgeschlossen und die Betriebsunterbrechung für den Kunden minimal gehalten. In einer Zeit mit so hohen Energiekosten kann FÉMALK mit den erzielten Einsparungen und Leistungsverbesserungen am StrikoMelter die Betriebskosten senken und den ROI der Anlagen optimieren. Das Projekt unterstützt zudem die Ausrichtung des Kunden auf eine nachhaltige Produktion.“